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MODELLBAHN-LEGENDE ZAVELSTEIN gehörte zu den "glücklichen" Städten, die zufällig zu richtigen Zeit genau an der richtigen Stelle der Landkarte lagen und so schon frühzeitig an einem der damals noch neumodischen Eisenwege lagen. Manch größere und bedeutendere Stadt musste zu der Zeit noch lange oder gar vergeblich auf einen Schienenanschluss warten Bereits 1872 hielt an der kleinen Landstation der erste Zug - einer von drei Zugpaaren, jeden Tag. Die Wahl der Streckenführungen folgte nicht mehr wie früher nur dem Flußlauf sondern der Schienenweg schuf sich mit Tunneln und gewagten Brücken einen schnelleren und ebenen Weg. |
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Genau genommen profitierte Zavelstein von einer topografischen Besonderheit: Bei der Suche nach einem Weg von Silbermünster nach Dromsmerkel galt es einen Kompromiss zwischen "hart am Ufer" der Drom entlang oder dem schnurgeraden Tunnelweg. Dem Ufer folgend hätten nur geringere Geschwindigkeiten gefahren werden können, weil die Kurveradien zu eng gehalten werden müssen. Dabei wäre aber auch Zavelstein nicht von der Schiene berührt worden. Bei dieser geraden Trassierung kam es auf dem Gebiet der kleinen Stadt Zavelstein zu der Kuriosität, dass der Schiene für die Länge von etwa 600m das Gebirge verlassen musste und dann wieder eintauchte. Genau auf diesem kurzen Stück war Platz für eine Station. Die damals schon vorhandene Eisenfabrik am Ortsrand meldete ein eigenes Interesse an und erbat sich Ladekapazitäten an der Güterrampe. Der neue Verkehrsweg erwies sich schon nach kurzer Zeit für diese Fabrik als sehr vorteilhaft, so dass neben der Rohstoffzuführung auch die Fertigprodukte in großem Umfang das Werk verließen und mit einer Ausweitung der Produnktionsräume kam darum auch die Verlegung eines Anschlussgleises. Die insgesamt beengten Verhältnisse in diesem Bereich der Stadt erforderten im Betriebsablauf des Bahnhofs sehr viele Kompromisse und Geduld - bis heute. |
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1903 folgte sehr überraschend der Anschluss des Nachbarstädtchens Kroftern über eine Stichstrecke. Auf der sehr steilen Trasse musste mit einer Zahnstange gefahren werden. Bereits 1952 wurde diese Strecke nach zwei gleichzeitigen und jeweils stark zerstörenden Murabgängen geschlossen und weitestgehend abgebaut. |
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Inzwischen ist es in Zavelstein im Blick auf die Rangierarbeiten etwas ruhiger geworden. Eine Verschlankung des Gleisbildes war darum möglich. Im Bereich der Fabrik ist das Umsetzen der Loks möglich und darum können nun auch Übergaben mit mehr als zwei-drei Wagen gebildet werden und die Züge können bis zum nächsten Rangierbahnhof (Dromsmerkel) durchgeführt werden. |